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Genie des Willens

 

Die Lebensgeschichte Balzacs ist voller Extreme und Widersprüche.

Seine Lebenserfahrungen, seine Beobachtungen der Menschen, seine Einsichten: dies alles verarbeitete Balzac in seinen Romanen, von denen er viele unter dem Obertitel "Die menschliche Komödie" zusammenfasste.

Seine Mutter bemerkte, als sie zum ersten Mal diesen Obertitel hörte, dass sie das ganze Leben ihres Sohnes für eine "menschliche Komödie" hielte.

Wir können sehen, dass Balzac in seinem Leben - obwohl er auf eine tragische Kindheit zurückblickte, sein ganzes Dasein von immensen Geldschulden belastet war, er die wichtigste und am stärksten geliebte Frau durch Tod verlor, die Frau seiner Wahl erst wenige Monate vor seinem eigenen Tod, nachdem er fast 17 Jahre gewartet hatte, ehelichen konnte, dass er trotz allem nie den Mut verlor, nie seinen Humor und seine leidenschaftliche Menschenliebe.

Ein Zitat aus der Balzac-Biographie Stefan Zweigs verdeutlicht dies nochmals:

"Niemals wird irgendeine Niederlage seinen elementaren Optimismus beugen können. Was anderen, Schwächeren, für immer das Rückgrat bräche, ritzt diesem Riesen des Willens kaum die Haut." (Zweig, Frankfurt am Main, 1959, S.92)

 

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